Senioren: Traurige Nachrichten für Autofahrer über 70… Weiterlesen

Auch hier bleibt die Umsetzung jedoch flexibel. Die ärztliche Untersuchung kann durch ein Selbstbewertungssystem oder andere national etablierte Bewertungsmethoden ersetzt werden. In der Praxis wird die ärztliche Untersuchung daher in Europa nicht systematisch verpflichtend sein.

Die Fahrprüfung selbst soll jedoch zuverlässig sein. Die Kandidaten werden nun anhand neuer Aspekte im Zusammenhang mit der Entwicklung moderner Fahrtechniken bewertet. Zusätzliche Fragen und Übungen umfassen Themen wie die Gefahren des toten Winkels, die Nutzung von Fahrerassistenzsystemen, das sichere Öffnen von Autotüren zur Vermeidung von Kollisionen mit Radfahrern und die Risiken der Ablenkung durch die Nutzung von Mobiltelefonen.

Die europäischen Kräfte wollen auch das Bewusstsein der am stärksten gefährdeten Verkehrsteilnehmer schärfen. Aufklärungsprogramme müssen den Risiken für Fußgänger, Kinder, Radfahrer sowie Nutzer von Rollern und anderen Fortbewegungsmitteln mehr Aufmerksamkeit widmen.

Sanktionen, die auch im Ausland gelten

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Lösung betrifft im Ausland begangene Straftaten. Bislang konnten einige Fahrer einer Bestrafung entgehen, indem sie eine Straftat in einem anderen europäischen Land begingen.

Die Mitgliedstaaten müssen nun den Informationsaustausch verbessern, um diese Form der Straflosigkeit zu bekämpfen. Begeht ein Fahrer in einem anderen EU-Land eine schwere Straftat, kann dies automatisch der zuständigen Behörde gemeldet werden, die seinen Führerschein ausgestellt hat.

Lesen Sie auch: Ist Cyril Hanouna mit Tiphaine Auzière liiert? Der Moderator antwortet schließlich: „Wenn Sie mich fragen…“

Die nationalen Behörden müssen in Kürze endgültige Entscheidungen über die härtesten Strafen treffen, etwa für das Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss, die Beteiligung an einem tödlichen Unfall oder schwere Geschwindigkeitsübertretungen – beispielsweise die Unterschätzung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit um mehr als 50 km/h.

Verlängerte Probezeit für junge Menschen

Die Reform bringt auch für junge Fahrer bedeutende Änderungen mit sich. Eine Probezeit von mindestens einem Jahr wird für alle neuen Führerscheininhaber zur Norm. Während dieser Zeit werden die Strafen für Verkehrsverstöße, insbesondere für das Fahren unter Alkoholeinfluss oder ohne Sicherheitsgurt, verschärft.

Die neuen Regeln geben auch 17-Jährigen die Möglichkeit, einen Führerschein zu erwerben, allerdings dürfen sie bis zum Erreichen der Volljährigkeit nur unter Aufsicht eines erfahrenen Erwachsenen im Rahmen ihrer Fahrausbildung fahren.

Schließlich bietet die Reform auch mehr Möglichkeiten im professionellen Transportsektor. Junge Erwachsene ab 18 Jahren können ab 21 Jahren die Fahrprüfung für Lkw der Klasse C ablegen, während die Fahrprüfung für Busse (Klasse D) ebenfalls ab 21 Jahren möglich ist, sofern sie über einen entsprechenden Befähigungsnachweis verfügen.Politik

Letztlich zielt diese europäische Reform darauf ab, die Führerscheinbestimmungen in der Europäischen Union schrittweise zu harmonisieren. Auch wenn einige Maßnahmen weiterhin von Land zu Land unterschiedlich sein werden, müssen sich die Fahrer in den letzten Jahren an ein moderneres System mit einem stärkeren Fokus auf Verkehrssicherheit anpassen.